Das Internetrecht ist kein eigenes Rechtsgebiet im klassischen Sinne, der Begriff beschreibt vielmehr eine Vielzahl rechtlicher Probleme aus verschiedenen Rechtsgebieten. Ihnen gemein ist aber der Zusammenhang mit dem Internet. Aufgrund der Bedeutung und der Reichweite, die das Internet mit sich bringt, finden sich zu diesem Gebiet diverse Regelungen in zahlreichen Gesetzen. Genannt sei hier insbesondere das Telemediengesetz (TMG), welches seit dem 01. März 2007 in Kraft getreten ist.

Die Besonderheit der Materie Internetrecht besteht in der Dynamik ihrer Entwicklung. Sowohl der Gesetzgeber, als auch die Rechtsprechung sehen sich daher ständig neuen rechtlichen Problemen ausgesetzt, für deren Lösung unspezifisches, veraltetes oder gar kein geschriebenes Recht zur Verfügung steht. Schwierigkeiten ergeben sich auch durch die Dezentralität und der Internationalität des Internets. Inhalte des World Wide Web sind überall auf der Welt abrufbar, Vertragsschlüsse finden via Internet zwischen Parteien statt, die quer über den Globus verteilt sind. Welches Recht ist dann im Einzelfall anzuwenden?

Im Zusammenhang mit der Nutzung des Internets ergeben sich häufig Fragen bezüglich des Inhalts von Webseiten, insbesondere hinsichtlich der Erstellung eines Impressums sowie der Beachtung des Jugend- und des Datenschutzes etc. Ferner ist zu berücksichtigen, dass auf der Webseite zutreffende Metatags im Quelltext der Internetpräsentation verwendet werden müssen. Einige Webseitenbetreiber bieten ihren Nutzern die Möglichkeit an, einen Newsletter zu erhalten. Auch hierbei ist aus rechtlicher Sicht einiges zu beachten. Zudem sehen sich Betreiber von Online-Shops zahlreichen rechtlichen Fragestellungen konfrontiert. Erwähnt seien hierbei vor allem die Ausgestaltung des Bestellvorgangs, die umfangreichen Informationspflichten samt Widerrufs- und Rückgaberecht und die Erstellung von Allgemeinen Geschäftsbedingungen. Berührungspunkte finden sich darüber hinaus auch zu anderen Rechtsgebieten. So können beispielsweise Probleme auftreten, die gleichsam das Urheberrecht oder das Markenrecht betreffen, etwa im Zusammenhang mit dem Erwerb und der Nutzung von Domains. Auch können Betreiber von Webseiten nicht ohne Weiteres fremde Bildnisse veröffentlichen, vielmehr ist dafür die Zustimmung des Abgebildeten einzuholen. Für sämtliche urheberrechtlich geschützte Werke gilt es, die erforderlichen Nutzungsrechte zu erwerben, bevor diese verwendet werden dürfen. Weiterhin ist zu beachten, dass sich eigene Inhalte zureichend von anderen Angeboten unterscheiden lassen müssen. Dies kann etwa unter Anwendung von sogenannten Disclaimern oder durch einen entsprechenden Hinweis erfolgen.

Von großer praktischer Relevanz sind zudem Fälle aus dem Bereich des sogenannten Filesharings. Hierbei geben Internet-User Dateien an andere Internetnutzer weiter, meist mittels eines speziellen Filesharing-Netzwerks. Im Zuge dessen erhalten Internetnutzer, häufig zu Unrecht, Abmahnungen wegen illegaler Down- bzw. Uploads.

Gerne beraten wir Sie in sämtlichen Fragen rund um das Internetrecht. Aufgrund unserer ständigen Fortbildungen, der Spezialisierung auf das Internetrecht, den vielen laufenden Fällen und nicht zuletzt wegen der Fachanwaltsqualifikation, sind wir den Herausforderungen dieser dynamischen Materie gewachsen und stets up to date.

Erfahren Sie mehr zu den einzelnen Teilbereichen des Internetrechts auf den folgenden Seiten oder in unserem Blog.

Unsere Blogbeiträge zum Thema Internetrecht

Datenschutzgrundverordnung: Wir sind aktiv.

Am 19.01.2018 waren wir als eine der wenigen auf das Datenschutzrecht spezialisierten Hamburger Anwälte zur Einführung der neuen Datenschutzgrundverordnung und zur Unabhängigkeit des Hamburgischen Bewerten Sie diesen Artikel:1.002.003.004.005.00Bewertung absenden Bewertung: 5.0. Von 1 Abstimmung. Bitte warten…

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Ich zahl mit Bitcoin!

– Rechtliche Anforderungen an Bitcoin als Zahlungsmittel im Online-Shop – Auch wenn der „Bitcoin-Hype“ jedenfalls in der medialen Wahrnehmung nachzulassen scheint, bleiben digitale Kryptowährungen wie Bitcoin doch weiter ein Thema – Bewerten Sie diesen Artikel:1.002.003.004.005.00Bewertung absenden Noch keine Stimmen. Bitte warten…

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Kooperation mit Cyber Law Clinic Hamburg

Hamburg, das ist nicht nur eine Hafen-, sondern mittlerweile auch eine Medienstadt. Ein Ort, der eine aktive Kreativwirtschaft, große Internetkonzerne wie Google sowie die dazugehörige rechtliche Expertise bündelt. Kein Wunder, dass hier die erste deutsche Cyber Law Clinic ins Leben gerufen wurde. Bewerten Sie diesen Artikel:1.002.003.004.005.00Bewertung absenden Noch keine Stimmen. Bitte warten…

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BGH verbietet den Vertrieb von Bots

Positive Entscheidung für Entwickler von Games: Der Bundesgerichtshof (Az.: I ZR 253/14) hat entschieden, die Bots „Honorbuddy“ und „Gatherbuddy“ für das Online-Computerspiels World of Warcraft (WoW) sind wettbewerbswidrig. Der Bundesgerichtshof hat ein Urteil des Oberlandesgericht Hamburg (Urteil vom 06.11.2014 – Az.: 3 U 86/13) bestätigt, wonach der Vertrieb der Automatisierungssoftware (Bots) „Honorbuddy“ und „Gatherbuddy“ für […]

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Informationspflicht von Unternehmern im B2C-Bereich

Am 01.02.2017 treten die §§ 36 und 37 des Verbraucherstreitbeilegungsgesetz (VSBG) in Kraft und mit ihnen neue Informationspflichten von Unternehmern. Nach dem bisherigen Streitbeilegungshinweis (Online-Streitbeiliegung) LINK muss somit der Einbau eines zusätzlichen Hinweises geprüft werden. Dieser kann, muss aber nicht erforderlich sein. Zum Hintergrund: Mit dem  VSBG wurde die europäischen ADR-Richtlinie über alternative Streitbeilegung in […]

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